In einem mit Granatsplittern übersäten Stadion bekommt Kinderfußball eine neue Bedeutung.

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Mitglieder des Olymp Irpin Football Club am Mittwoch im Champion Stadium in Irpin, Ukraine. Trümmer verunreinigen die schwer beschädigten Tribünen, und Explosionen hinterließen große Krater auf dem Feld. Kredit… Nicole Tung für die New York Times

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Die Jungs trainieren und spielen um die Narben herum, die schwere Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Streitkräften in den früheren Phasen des Krieges hinterlassen haben. Kredit… Nicole Tung für die New York Times

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Beschädigte Gebäude umgeben das Spielfeld. Kredit… Nicole Tung für die New York Times

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Die Erinnerungen an den Krieg sind überall im Champion-Stadion in Irpin, einem Vorort von Kiew.

Schrapnell liegt verstreut auf dem Fußballplatz, und die bisher entfernten Granatsplitter stapeln sich auf einer blauen Bank neben den Rucksäcken junger Fußballer beim Training. Unter der Tribüne bleibt ein klaffendes Loch, wahrscheinlich verursacht durch eine Mörsergranate. Zwei der Väter des Spielers wurden von russischen Streitkräften erschossen, als sie die Stadt eroberten.

Aber auch wenn der Schaden im Inneren des Stadions noch nicht beseitigt ist, ist die Fußballsaison des Olymp Irpin Football Club in vollem Gange. Es ist ein starkes Zeichen der Widerstandsfähigkeit – und eine notwendige Ablenkung – inmitten der Nachbeben des Krieges in Irpin, das im März von Kämpfen zwischen russischen und ukrainischen Streitkräften schwer getroffen wurde.

„Wir spielen auch unter diesen Umständen Fußball, weil es unserer Moral hilft, und wir versuchen, nicht an den Krieg zu denken“, sagte der 25-jährige alter Trainer, Daniil Kisel. Das Training wurde am 2. April wieder aufgenommen, Tage nachdem Irpin vom ukrainischen Militär von russischen Streitkräften zurückerobert worden war, die die Stadt fast einen Monat lang besetzt hatten. Herr Kisel sagte, er habe das Stadion selbst geputzt und repariert.

Einschusslöcher in der Fassade des Stadions. Kredit… Nicole Tung für die New York Times

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Einwohner von Irpin stellten sich am Mittwoch für humanitäre Hilfe außerhalb des Stadions an. Kredit… Nicole Tung für die New York Times

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Kisel sagte, dass bei der Wiedereröffnung des Clubs am 2. April nur drei Spieler erschienen seien, um zu spielen. Er sagte, der Verein habe zuvor 400 Spieler gehabt, von denen etwa 100 nach Irpin zurückgekehrt seien. Die meisten, die noch nicht zurückgekehrt waren, befanden sich noch in Polen.

Vor dem Stadion, dessen Fassade von Kugeln durchsiebt ist, standen neulich Dutzende Anwohner Schlange, um humanitäre Hilfe von einer deutschen Hilfsgruppe entgegenzunehmen. Aber im Stadion schien nur das Fußballtraining im Gange zu sein. Die Jungen rannten und wichen einander auf dem unebenen, mit Kratern übersäten Boden des Spielfelds aus.

Die New York Times

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