In Deutschland können Transgender-Fußballer wählen, ob sie für eine Männer- oder eine Frauenmannschaft spielen möchten

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Laut dem Deutschen Fußball-Bund können Transgender-, Intersex- und Non-Binary-Spieler selbst entscheiden, ob sie in Männer- oder Frauenmannschaften spielen.

Am Donnerstag wurde die neue Regelung für geschlechtsnichtkonforme Spieler mit dem Personenstand „divers“ oder „nicht näher bezeichnet“ verabschiedet.

Sie tritt nächste Saison in Kraft und gilt für den Jugend- und Amateurfußball sowie den Futsal.

„Sie gilt für Transgender-Spieler, die nun zu einem selbstbestimmten Zeitpunkt wechseln oder zunächst in der Mannschaft bleiben können, in der sie zuvor gespielt haben“, teilte der Verband (DFB) in einer Mitteilung mit Aussage.

„Solange die sportliche Betätigung während der Einnahme von Medikamenten die Gesundheit der Person nicht beeinträchtigt, kann die Person am Spiel teilnehmen, weshalb die neue Regelung eine Dopingrelevanz ausschließt.“

Der Schritt widersetzt sich einem aktuellen Trend im Sport, bei dem Transgender-Frauen von weiblichen Wettkämpfen ausgeschlossen wurden.

Sabine Mammitzsch, die beim DFB für den Frauen- und Mädchenfußball zuständig ist, sagt, es bestehe schon länger Klärungsbedarf.

„Die Landes- und Regionalverbände, aber auch relevante Personen an der Basis signalisieren seit langem, dass es Unsicherheiten bei der Unterbringung von Transgender-, Intersex- und Non-Binary-Playern gibt“, sagte Mammitzsch.

„Deshalb begrüßen sie die Einführung einer nationalen, umfassenden Spielrechtsregelung sehr.“

„Die Integrität des Wettbewerbs wird nicht gefährdet“

Die neuen Regeln für geschlechtsnichtkonforme Spieler werden bereits seit 2019 auf lokaler Ebene in Berlin erprobt.

Staatliche und regionale Verbände werden nun Offizielle ernennen, die allen geschlechtsnichtkonformen Spielern dabei helfen, ihr Spielrecht zu gewähren, während sie eng mit lokalen Anti-Gewalt- und Anti-Diskriminierungs-Beauftragten zusammenarbeiten.

„Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies die Integrität des Wettbewerbs nicht gefährdet“, so der DFB.

„Schließlich haben alle Menschen unterschiedliche körperliche Stärken und Fähigkeiten, die nur gemeinsam im Team zum Erfolg führen, unabhängig vom Geschlecht.“

Der Deutsche Fußballverband ist mit rund sieben Millionen Mitgliedern, 24.000 Vereinen, 130.000 Mannschaften und mehr als 2,2 Millionen Spielern in allen Ligen, Divisionen und Wettbewerben der größte der Welt.

„Mit der Spielrechtsregelung schaffen wir weitere wichtige Voraussetzungen, um Spielern unterschiedlicher Geschlechtsidentität den Spielbetrieb zu ermöglichen“, ergänzte der DFB-Diversity-Beauftragte und ehemalige Nationalspieler Thomas Hitzlsperger.

Euronews

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