Mann wegen WhatsApp-Drohungen mit dem Tod des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez inhaftiert

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Ein Mann wurde zu siebeneinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, weil er mit der Ermordung des spanischen Ministerpräsidenten Pedro Sánchez gedroht hatte.

Manuel Murillo Sanchez wurde vom spanischen Nationalgericht für schuldig befunden, einen Mordanschlag und illegale Waffendelikte vorbereitet zu haben.

Der 65-jährige ehemalige Wachmann aus Tarrasa wurde 2018 festgenommen, nachdem er in einer WhatsApp-Gruppe Morddrohungen ausgesprochen hatte.

Das Gericht hörte, wie Murillo Sanchez angeboten hatte, als „Scharfschütze“ aufzutreten und den spanischen Premierminister „wie ein Reh“ zu „jagen“.

Die Kommentare des Verdächtigen kamen, nachdem die spanische Regierung die Exhumierung der sterblichen Überreste des ehemaligen Diktators Francisco Franco angeordnet hatte.

Das Gericht wies seine Verteidigung zurück, dass er beim Versenden der WhatsApp-Nachrichten betrunken gewesen sei, und verurteilte ihn wegen versuchten Mordes zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft.

Er wurde außerdem wegen illegalen Waffenbesitzes zu fünf Jahren Haft verurteilt und acht Jahre lang vom Besitz jeglicher Schusswaffen ausgeschlossen. Das Urteil ist anfechtbar.

Die Überreste von Franco wurden im Oktober 2019 auf einen Friedhof am Stadtrand von Madrid gebracht, was bei rechtsextremen Gruppen in Spanien zu Wut führte.

In einer WhatsApp-Gruppe soll Murillo Sanchez anderen Nutzern gesagt haben, er sei ein „Scharfschütze mit präzisem Schuss“, der Premierminister Sanchez ins Visier nehmen könne.

„Wir können nicht zulassen, dass sie Generalissimus Francisco Franco demütigen … Wenn nötig, werde ich bewaffnet gehen und mich auf Francos Grab setzen, und wenn sie in die Nähe kommen, werde ich schießen“, schrieb er angeblich.

Das Gericht sagte, die „Entschlossenheit“ des Mannes und die Anzahl der bei ihm beschlagnahmten Waffen zeige „ein hohes Maß an Gefahr“, auch wenn er keine konkreten Pläne zur Ermordung des spanischen Premierministers gemacht habe.

Der Verdächtige habe wiederholt „seine Absicht zum Ausdruck gebracht, den Regierungspräsidenten fertig zu machen“, um „eine Änderung der spanischen politischen Situation herbeizuführen“, heißt es in einer Gerichtserklärung.

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