Mahsa Amini: Die Zahl der Todesopfer von Demonstranten steigt angesichts der Unruhen im Iran wegen des Todes einer Frau in Polizeigewahrsam

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Die Zahl der Menschen, die in den vergangenen sechs Nächten bei gewalttätigen Protesten im Iran getötet wurden, schoss am Donnerstag in die Höhe, als sich die Unruhen im ganzen Land ausbreiteten, als Reaktion auf den Tod einer Frau in Polizeigewahrsam.

Offizielle Zahlen, die im Staatsfernsehen bekannt gegeben wurden, sagten, dass mindestens 17 Menschen bei Zusammenstößen zwischen iranischen Sicherheitskräften und Demonstranten getötet wurden. Aber die in Oslo ansässige NGO Iran Human Rights (IHR) schätzt, dass die Zahl viel höher ist und berichtet, dass bisher mindestens 31 Zivilisten getötet wurden.

Die Proteste begannen letzte Woche, nachdem eine 22-jährige Kurdin, Mahsa Amini, tot in einer Zelle einer Polizeistation in Teheran aufgefunden wurde. Sie war von der sogenannten „Moralpolizei“ der Islamischen Republik festgenommen worden, weil sie angeblich ihr Kopftuch oder Hijab unangemessen trug.

Aber was zunächst ein Ausdruck kollektiver Trauer über Aminis Tod war, hat sich in eine offene Herausforderung für das theokratische Regime des Iran gewandelt, wobei viele Demonstranten regierungsfeindliche Slogans skandierten und ihre Hijabs verbrannten.

Es sind die schlimmsten Unruhen, die das Land seit Jahren erlebt hat, und die Regierung hat Schritte unternommen, um die Proteste zu unterdrücken, darunter die Einschränkung des Internetzugangs und die Blockierung von Messaging-Apps wie WhatsApp.

Die Internetüberwachungsgruppe Netblocks hat die Beschränkungen als die strengsten seit 2019 bezeichnet, als Proteste gegen eine Erhöhung der Kraftstoffpreise durch die Regierung ausbrachen.

Zusätzlich zu den Befürchtungen eines noch schärferen Vorgehens forderte die paramilitärische Revolutionsgarde des Iran, dass jeder, der „Fake News“ über die Unruhen verbreitet, von der Justiz strafrechtlich verfolgt wird.

Aminis Tod wurde von der Europäischen Union, den Vereinigten Staaten und den Vereinten Nationen verurteilt. Während die iranische Polizei behauptet, die junge Frau sei an einem Herzinfarkt gestorben und nicht misshandelt worden, sagen unabhängige UN-Experten, dass Berichte darauf hindeuten, dass sie von der sogenannten Moralpolizei des Iran geschlagen wurde.

Euronews

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