Französisches Unternehmen enthüllt erste emissionsfreie Fähre in Marseille

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Eine Revolution ist im Hafen von Marseille angekommen. Das französische Unternehmen La Méridionale hat gerade „Piana“ eingeweiht – eine emissionsfreie Fähre. Dies ist ein lang gehegter Traum für die Branche, die wegen ihres enormen CO2-Fußabdrucks ständig unter die Lupe genommen wird.

Dominique Robin ist Direktor von Atmo Sud, einem französischen Observatorium für Luftqualität. Er sagt, das System sei relativ vollständig und „behandele sowohl feine Partikel als auch ultrafeine Partikel, aber auch Gase.

Er fügt hinzu: Es stimmt, dass es für ein Unternehmen wie La Méridionale wirklich außergewöhnlich ist, weil es kein Riese auf diesem Gebiet ist, daher können wir das Engagement des Unternehmens wirklich begrüßen.“

Reduzierung der Luftverschmutzung um 99,9 %, aber es gibt einen Haken

Die Fähre liegt im Hafen vor Anker und wird mit Strom betrieben. Auf See wird Natriumbikarbonat in die Abgase gepumpt und löst eine chemische Wechselwirkung mit den winzigen Partikeln aus, die bei der Verbrennung entstehen. Dadurch werden die Emissionen praktisch auf null reduziert. Christophe Seguinot ist der technische Direktor von La Méridionale. Er sagt, die Vorteile dieser Art von System seien „neben der Reduzierung von Schwefeloxiden die Reduzierung der Masse und der Anzahl der ultrafeinen Partikel um bis zu 99,9 %.“

La Méridionale räumt ein, nichts Neues geschaffen zu haben. An Land wird diese Technologie beispielsweise seit Jahren in Industrien wie thermischen Kraftwerken eingesetzt.

Seguinot fügt hinzu, dass „die Herausforderung für uns darin bestand, es für den maritimen Sektor geeignet zu machen, d. h. wie bringen wir es angesichts des Volumens und des Gewichts an Bord eines Schiffes, wenn wir die Probleme der Schiffsstabilität und des Platzes berücksichtigen.“

Obwohl es keine Emissionen in die Atmosphäre geben wird, wird erwartet, dass Tonnen von Abfall produziert und anschließend vergraben werden. Ein kleineres Übel der Luftverschmutzung, die laut dem französischen Observatorium Atmosud derzeit weltweit für neun Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich ist.

Euronews

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