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Dieser „Flüssigkeitsbaum“ in Belgrad wehrt sich gegen die Luftverschmutzung

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Belgrad hat ein innovatives Werkzeug im Kampf gegen schmutzige Luft – diesen sogenannten “Liquid Tree”.

Es ist Serbiens erster urbaner Photobioreaktor, eine Lösung zur Bekämpfung der Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung der Luftqualität.

Es enthält sechshundert Liter Wasser und bindet mithilfe von Mikroalgen Kohlendioxid und produziert durch Photosynthese reinen Sauerstoff.

„Die Mikroalge ersetzt zwei 10-jährige Bäume oder 200 Quadratmeter Rasen“, sagte Dr. Ivan Spasojevic, einer der Autoren des Projekts vom Institut für multidisziplinäre Forschung der Universität Belgrad.

„Das System ist das gleiche, weil sowohl Bäume als auch Gras Photosynthese betreiben und Kohlendioxid binden.

„Der Vorteil von Mikroalgen ist, dass sie 10 bis 50 Mal effizienter sind als Bäume.

„Unser Ziel ist es nicht, Wälder zu ersetzen, sondern mit diesem System jene städtischen Taschen zu füllen, in denen kein Platz zum Pflanzen von Bäumen ist.“

Belgrad ist das am vierthäufigsten verschmutzte Stadt in Serbien, wegen der zwei großen Kohlekraftwerke in der Nähe.

Die beiden Pflanzen gehören zu den Top 10 der schmutzigsten Pflanzen in Europa, laut der europäischen NGO Health and Environment Alliance (HEAL).

Im Jahr 2019 war Serbien laut dem World Air Quality Report von IQAir mit einer durchschnittlichen PM 2,5 in der Luftverschmutzung das fünftgrößte Land Europas.

Ein weiterer Bericht vom Dezember 2019 stellte das Land ebenfalls unter verstärkte Beobachtung, da Wissenschaftler behaupteten, Serbien habe Europas schlechtester Pro-Kopf-Rekord für umweltverschmutzungsbedingte Todesfälle: 175 pro 100.000 Einwohner.

Aktivisten haben auch behauptet, dass die Verschmutzung in Serbien und in anderen Teilen der Balkanhalbinsel so schlimm ist, dass man sie sehen, riechen und sogar schmecken kann, insbesondere im Herbst und Winter.

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