Die Inflation in der Türkei steigt nach offiziellen Angaben auf 70 %, ein 20-Jahres-Hoch

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Die Lebenshaltungskostenkrise in der Türkei nimmt zu, nachdem offizielle Daten zeigten, dass die Inflation im Land auf fast 70 % gestiegen ist.

Die explodierenden Preise haben die Haushalte erheblich unter Druck gesetzt und die Kritik an Präsident Recep Tayyip Erdogan, dem Wahlleiter im nächsten Jahr, verstärkt.

Laut Angaben des türkischen Statistikinstituts sind die Verbraucherpreise im April gegenüber dem Vorjahr um 69,97 % gestiegen. Dies stellt den größten jährlichen Anstieg seit zwei Jahrzehnten seit 2002 dar.

Die größten Preiserhöhungen in der Türkei im letzten Monat gab es im Transportsektor (106 %), gefolgt von Lebensmitteln und Non -Preise für alkoholische Getränke (89%), laut Daten.

Kritiker haben Erdogans Wirtschaftspolitik für die steigenden Preise verantwortlich gemacht, die eine Senkung der Zinssätze begünstigt, um Wachstum und Exporte anzukurbeln.

Der türkische Führer hat sich gegen hohe Kreditkosten ausgesprochen und darauf bestanden, dass sie Inflation verursachen. Die türkische Lira verlor im vergangenen Jahr 44 % ihres Wertes gegenüber dem US-Dollar.

Russlands Invasion in der Ukraine – und der daraus resultierende Anstieg der Gas-, Öl- und Getreidepreise – hat die Situation in der Türkei, einem Land, das auf Importe angewiesen ist, verschärft.

In dem Bemühen, den Schlag für die Haushalte abzumildern, hat die Regierung Steuersenkungen auf Waren eingeführt und die Stromtarife angepasst.

Erdogan sagte Reportern letzte Woche, dass die Inflation ab Mai beginnen und Ende des Jahres eine „günstigere Richtung“ erreichen würde.

Obwohl Umfragen eine knappe Wahl vorhersagen, hofft der 68-Jährige, 2023 nach zwei Jahrzehnten als Premierminister und dann als Präsident wiedergewählt zu werden.

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