Das Problem berufstätiger Frauen ist „Burnout“

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Deloittes „Women in Business – 2022 Research“ ist erschienen. Das Burnout-Gefühl, die Unfähigkeit, flexibles Arbeiten auf dem gewünschten Niveau umzusetzen und die erforderliche Unterstützung zu erhalten, sind laut der Studie weiterhin ein Stolperstein für die Präsenz von Frauen im Geschäftsleben. Die an der Studie teilnehmenden Frauen geben an, dass sie trotz der Veränderung des Arbeitssystems nach der Pandemie ein hohes Maß an Burnout und Anspannung erleben. Mehr als die Hälfte der an der Umfrage teilnehmenden Frauen, die signalisiert, dass die Welle der „großen Kündigung“ in der Welt anhalten wird, wollen ihren Arbeitsplatz innerhalb von zwei Jahren verlassen. Die Quote derjenigen, die angeben, an ihrem derzeitigen Arbeitsplatz weiterzuarbeiten, liegt bei nur 10 Prozent.

In der von Deloitte durchgeführten Studie mit fünftausend Mitarbeiterinnen aus Australien, Brasilien, Kanada, China, Deutschland, Indien, Japan, Südafrika, England und den USA. Im Vergleich dazu konkurriert die Mehrheit der Frauen am Arbeitsplatz weiterhin mit Mikroaggressionen (z. B. Unterbrechen, Erheben der Stimme), unangemessenem und nicht integrativem Verhalten. Aber nur sehr wenige dieser Verhaltensweisen werden Chefs gemeldet.

Deloitte Turkey Talent Leader Gülfer Irmak, der die Studie auswertete, sagte, dass viele Unternehmen und Mitarbeiter eine Zeit des Wandels durchgemacht haben, die während der Pandemie sowohl Chancen als auch Herausforderungen mit sich brachte. Irmak betonte, dass das hybride Arbeitsmodell weltweit zu einer gängigen Praxis geworden sei, sagte Irmak: „Die Antworten der Frauen, die an unserer Studie teilgenommen haben, zeigen jedoch, dass die Veränderungen, die mit der Pandemie einhergingen, Frauen im Geschäftsleben schwer bezahlen mussten Preis. Zunächst einmal sehen wir, dass das Burnout-Gefühl erschreckend hohe Ausmaße angenommen hat. Frauen, die sich eins zu eins für ihren Beruf und ihr Leben entschieden, begannen, neue, flexible Arbeitssysteme zu fordern. Einige von ihnen mussten ihren Arbeitsplatz oder ihr Geschäftsleben ganz verlassen“, sagte er.

In Anbetracht dessen, dass Hybridarbeit Flexibilität bei der Fernarbeit bietet, aber auch das Risiko der Ausgrenzung von Personen erhöht, die nicht physisch bei der Arbeit anwesend sind, sagte Irmak: „60 % der Frauen, die in der Hybridsystem sind von wertvollen Meetings ausgeschlossen. 45 Prozent von ihnen sagen, dass sie Schwierigkeiten haben, ihre Führungskräfte zu erreichen. Das durch die Pandemie ausgelöste Geschäftsmodell hindert Frauen daran, ihre Präsenz und ihren Fortschritt im Arbeitsleben zu erhöhen. Die Ergebnisse dieser Forschung zeigen die Bedeutung von Bewegungen jenseits der Politik. Fürsorge, Flexibilität, eine respektvolle und integrative Unternehmenskultur sind für Frauen enorm wichtig, um im Geschäftsleben bestehen zu können.

Einige der Highlights aus der Studie:

-33 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Frauen geben an, dass ihre Vorgesetzten flexible Arbeitsmöglichkeiten anbieten. 94 % glauben, dass die Forderung nach flexibler Arbeitszeit ihre Wahrscheinlichkeit, befördert zu werden, beeinflusst.

– 53 Prozent der Frauen geben an, dass ihre Anspannung höher ist als im letzten Jahr.
46 Prozent fühlen sich erschöpft. 40 % der aktiven Stellensuchenden wollen aufgrund von Burnout den Arbeitsplatz wechseln.

-Das Burnout-Gefühl ist vor allem bei Frauen viel ausgeprägter, die keine beruflich-private Stabilität herstellen können. Nur 45 Prozent der Frauen sagen, dass sie dieses Gleichgewicht gut halten können, während 34 Prozent es als sehr schrecklich bezeichnen.

– 33 Prozent sagen, dass sie eine Erlaubnis für psychische Gesundheit erhalten haben, nur 43 Prozent sagen, dass sie bei der Arbeit über psychische Gesundheitsprobleme sprechen können.

– 59 Prozent geben an, im letzten Jahr unangemessenes Verhalten und/oder Mikroaggression bei der Arbeit erlebt zu haben. Die Rate der Frauen, die angeben, dies erlebt zu haben, ist im Vergleich zum Vorjahr um 52 Prozent gestiegen.

– Der Anteil derjenigen, die glauben, dass ihr Chef nichts unternehmen wird, wenn sie nicht integratives Verhalten melden, liegt bei 93 Prozent.

– Auch hier glauben 93 Prozent der Befragten, dass das Melden von unangemessenem oder mikroaggressivem Verhalten ihren Beruf beeinträchtigen wird.

-Mehr als die Hälfte der Mitarbeiter erwägen, ihre Stelle in den nächsten zwei Jahren aufzugeben. Nur 10 Prozent geben an, in den nächsten fünf Jahren im Geschäft zu bleiben.

– Der größte Grund für die Trennungen ist mit 22 Prozent der Mangel an Chancen, der zweite ist mit 18 Prozent die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.

– 38 Prozent der wegwilligen Frauen geben an, am Arbeitsplatz erschöpft zu sein.

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