‚Phantastische Tierwesen: Die Geheimnisse von Dumbledore‘ Rezension: Die Verschwörung gegen Muggel

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Wie so viele Kinderunterhaltungen heutzutage ist „Phantastische Tierwesen: Die Geheimnisse von Dumbledore“ eine politische Fibel, die mit magischem Staub besprenkelt ist. In diesem dritten Teil der „Phantastische Tierwesen“-Reihe (selbst eine Prequel-Serie zu den ursprünglichen „Harry Potter“-Geschichten) wurden kuschelige Kreaturen größtenteils gegen dunklere Kreaturen ausgetauscht: Hier bewachen skorpionartige Freaks ein Gefängnis, in dem Aktivisten gefoltert werden (bzw schlimmer). Ein Teil der Geschichte spielt im Berlin der 1930er Jahre. Die tödlichen Einsätze sind kristallklar. Ein alternativer Untertitel könnte „Totalitarismus für Tykes“ lauten.

Es ist ein spitzer Film von der Spitze bis zum Stachelschwanz. Anstatt die Handlung um eine langwierige Verfolgung herum aufzubauen, die mit niedlichen digitalen Monstern gespickt ist – ein Fehltritt in den ersten beiden „Phantastische Tierwesen“-Filmen – konzentrieren der zurückkehrende Regisseur David Yates und die Drehbuchautoren JK Rowling und Steve Kloves „Secrets of Dumbledore“ auf ein Wahl Grindelwald, der Zauberer-Supremacist, der zuletzt bei dem Versuch gesehen wurde, einen globalen Krieg anzuzetteln, hofft, die magische Welt davon zu überzeugen, seine Kampagnenplattform zur Unterwerfung nichtmagischer Menschen zu unterstützen. (Die Rolle wurde zuletzt von Johnny Depp gespielt; Mads Mikkelsen übernimmt hier die Rolle, und Grindelwalds Fäden klingen wahrscheinlicher, wenn sie mit Mikkelsens blutloser Kälte geliefert werden.) Rowlings Leser wissen, dass sie nichtmagische Menschen als Muggel bezeichnen. Für Grindelwald sind sie „Tiere“, obwohl er zugibt, dass sie eine gute Tasse Tee machen. Im Mittelpunkt steht die tragische Verstrickung von Albus Dumbledorments Jude Law), der zuvor mit dem Hass schürenden Grindelwald eine Romanze hatte und immer noch eine alte Blutschwur-Halskette trägt, die ihn erwürgt, weil er gemeine Gedanken über seine frühere Liebe hat. Dumbledore leidet nicht nur unter seinem schlechten Geschmack bei Männern, sondern muss sich auch mit seinem mürrischen Bruder (Richard Coyle) und seinem gequälten Neffen (Ezra Miller) versöhnen, einer düsteren Gestalt, die so sichtbar unglücklich ist, dass Fliegen um seine Hände schwirren.

Während Dumbledore sich mit einer Familie voller Missstände herumschlägt, hat die Geschichte kaum Platz für Newt Scamander (Eddie Redmayne), den flatterhaften Tierpfleger, der sich um die Tiere kümmert fantastische Bestien des Titels. Redmaynes Charakter rechtfertigt seine Existenz in der Handlung, indem er in den Besitz eines Qilin (ausgesprochen Chillin) kommt, einer seltenen, rehkitzartigen Kreatur, die bei Wahlrennen einen ungewöhnlichen Einfluss hat – es ist eine Art Wünschelrute von Säugetieren, die die Macht hat, eine Person zu identifizieren Reinheit des Herzens und die Fähigkeit, ein Führer zu sein. Die Serie scheint ihr Rampenlicht von ihrer vermeintlichen Hauptrolle und seinem Liebesinteresse aus den vorherigen Filmen, Tina (Katherine Waterston), abzulenken, die so ziemlich nur in einer Szene zu sehen ist. „Sie ist sehr beschäftigt“, erklärt Newt. Es fühlt sich wie ein Augenzwinkern für den offensichtlichen Kampf des Franchise an, an den Schauspielern festzuhalten. Später, in einem Akt der Popcorn-Film-Hinterlist, wird jede Erinnerung an einen weiteren Charakter gelöscht. Niemand scheint zu heilen.

Dennoch ist dies trotz seiner fast zweieinhalbstündigen Laufzeit das bisher fesselndste und temporeichste Kino der Trilogie – ein Muss für zeitgenössische Spektakel, die das Publikum überzeugen wollen bekommen genug Knall für ihr Geld. „Secrets of Dumbledore“ zeigt Themen wie Zerbrechlichkeit, vereitelte Absichten und Vergebung. Schon die Farbgebung unterstreicht, dass es diese Geschichte in Grautönen gibt. Es ist seltsam, wie die neuesten Fantasy-Filme hauptsächlich für Erwachsene gemacht zu sein scheinen – es ist schwer vorstellbar, dass Kinder in einem Harry-Potter-Themenpark in der Schlange für Butterbier warten und von einem Erklärer begeistert sind, wie giftige Kandidaten an Bedeutung gewinnen. (Ein kurzer Abstecher nach Hogwarts dient als anfängliche Erinnerung daran, dass diese Filme früher auf Schauspieler unter 30 angewiesen waren.) Dennoch gibt es ein schönes Bild, das Zuschauer jeden Alters vereinen sollte: ein Teleportationsgerät, das aus einem Wirbel schwebender Buchseiten besteht. Das Bild erinnert daran, dass Fiktion nicht nur eine Geschichtsstunde ist, sondern ein Mittel zur Flucht.

Phantastische Tierwesen: Die Geheimnisse von Dumbledore
Bewertet mit PG-13 für etwas Fantasy-Gewalt, insbesondere gegenüber magischen Tieren. Laufzeit: 2 Stunden 22 Minuten. in Theatern.

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