„Mona Lisa und der Blutmond“-Rezension: Flucht aus New Orleans

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„Mona Lisa und der Blutmond“, der dritte Spielfilm der Autorin und Regisseurin Ana Lily Amirpour („Ein Mädchen geht nachts allein zu Hause“), ist ein Quasi-Superheldenfilm, der sich anfühlt wie „The Suicide Squad“. oder „Raubvögel“.

Es legt sich auch stark auf die konfettifarbene Optik und glatte Gewalt. Und seine Hauptdarstellerin, Mona Lisa (Jong-seo Jun), eine psychiatrische Patientin mit telekinetischen Fähigkeiten, ist nur insofern eine Heldin, als wir sie anfeuern, damit sie die Oberhand gewinnt.

Nachdem sie aus der Anstalt ausgebrochen ist und ihre zerfetzte Zwangsjacke fälschlicherweise für ein modisches Statement gehalten wird, trifft Mona Lisa auf die clevere Stripperin und alleinerziehende Mutter Bonnie (Kate Hudson), die sie vor einem unsanften Schlag rettet. Mit leeren Augen und völlig außer Kontakt mit den Gepflogenheiten der Welt, ist Mona Lisa eine größtenteils stille, Edward mit den Scherenhänden-ähnliche Figur, die für eine Unschuldige gehalten werden könnte, wäre sie nicht auch eine buchstäbliche Puppenspielerin, die in der Lage wäre, die Körper der Menschen mit ihr zu kontrollieren Geist.

Bonnie nutzt ihren neuen Kumpel aus und weist die richtungslose Mona Lisa an, Fremde dazu zu zwingen, beträchtliche Abhebungen am Geldautomaten zu tätigen. Natürlich ist ihnen auch ein entschlossener Polizist (Craig Robinson) auf den Fersen, wobei der Einsatz der Fahndung durch eine nicht überzeugend hinreißende Freundschaft zwischen Mona Lisa und Bonnies Sohn Charlie (Evan Whitten) erhöht wird.

Die Kulisse, ein violettes New Orleans, nimmt den verschwitzten Dunst eines 3-Uhr-Nachtclubs an, aber trotz all seiner leuchtenden Hyperstilisierung und schwindelerregenden Nadeltropfen schafft es „Mona Lisa“ immer nur, seichtes Wasser zu betreten. Seine Komödie landet flach und seine Momente der emotionalen Katharsis (wenn zum Beispiel Mona Lisa Charlies eierwerfende Mobber abschreckt oder Charlie mit seiner nachlässigen Mutter wegen ihrer Ausbeutung von Mona Lisa zusammenstößt) fühlen sich oberflächlich an. Der Film hat meistens das Aussehen und Gefühl eines kantigen Musikimages, was nicht unbedingt ein Problem wäre, wenn es nicht auch seltsam langweilig wäre.

Mona Lisa und der Blutmond
Bewertet mit R für blutige selbstverschuldete Gewalt und Straßenangriff. Laufzeit: 1 Stunde 46 Minuten. In Kinos und zum Ausleihen oder Kaufen auf Apple TV, Google Play und anderen Streaming-Plattformen und Stock-TV-Betreibern verfügbar.

Die New York Times

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