ESG-Fonds von Goldman Sachs veranlassen behördliche Untersuchung

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Die Securities and Exchange Commission untersucht Goldman Sachs wegen seiner ESG-Investmentfonds – Fonds, die in Unternehmen investieren, die angeben, dass sie sich Umwelt-, Sozial- und Governance-Grundsätzen verpflichtet fühlen, so zwei Vertraute mit der Sache.

Die Agentur prüft ESG-Investmentfonds, die von der Vermögensverwaltungseinheit der Bank beaufsichtigt werden, sagten die beiden Personen, die unter der Bedingung der Anonymität sprachen, weil sie nicht befugt waren, sich öffentlich zu dieser Angelegenheit zu äußern. Das Wall Street Journal hatte zuvor über die Ermittlungen berichtet.

Die SEC lehnte eine Stellungnahme ab.

Regulierungsbehörden haben die Überprüfung nachhaltiger Anlagevehikel intensiviert, die ebenfalls immer beliebter werden, aber auch wegen ihrer mangelnden Rechenschaftspflicht, und Gesetzgeber und Investoren fordern, dass sie eingedämmt werden.

Die ESG-Berichterstattung hat sich für die SEC unter dem Vorsitzenden der Agentur, Gary Gensler, zu einer Top-Priorität entwickelt. Anfang dieses Jahres schlug die Kommission Änderungen vor, die eine stärkere Offenlegung von Unternehmen gegenüber Investoren über das Risiko erfordern würden, das der Klimawandel und neue Regierungsrichtlinien für ihre Geschäftstätigkeit darstellen könnten. Und im vergangenen Jahr richtete die Aufsichtsbehörde eine spezielle ESG-Taskforce ein, die sich darauf konzentrieren sollte, ob Wall-Street-Firmen und -Unternehmen Investoren in Bezug auf ihre Anlage- und Geschäftskriterien in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung irreführten.

Die Untersuchung der Investmentfonds von Goldman scheint mit der neuen Durchsetzungsinitiative in Zusammenhang zu stehen. Im vergangenen Monat zahlte der Anlageberatungszweig der Bank of New York Mellon etwa 1 Million US-Dollar, um eine Untersuchung der SEC beizulegen. Es hatte Anleger bezüglich seiner ESG-Kriterien zur Bewertung von Investitionen ausgelassen oder in die Irre geführt. Die SEC prüft auch die Deutsche Bank.

Auch in Übersee intensivieren die Behörden ihre Untersuchungen darüber, wie Unternehmen ESG-Kriterien vermarkten. Asoka Wöhrmann, die Leiterin des Vermögensverwaltungsgeschäfts der Deutschen Bank, trat diesen Monat zurück, nachdem das Frankfurter Büro des Unternehmens wegen überhöhter Behauptungen zu ESG durchsucht worden war hatte übertriebene Risiken durch den Klimawandel.

Die New York Times

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